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Autor: Monika Schulmeiss

mutlos

mutlos

Was bin ich, ein Sandkorn am Strand, möcht’ mich erheben, vom Winde getragen und fallen, wohin? Sag’s mir doch, sprich. Doch keinen Widerhall findet die Stimme. Mäntelkrägen verbergen Gesichter, lassen die leeren Augen nicht sehen. Komm’ doch mit mir,- wer ruft mir zu, – du? Ein einziges Wort, gesprochen, flüchtig nur hingehaucht mit matten Lippen und knirschenden Zähnen: Angst. Ich bleibe.

#angepeilt 2°49’N – 104°11’O

#angepeilt 2°49’N – 104°11’O

Die Entscheidung war gefallen. Wir wollten uns auf den Flug machen, gleich, nach einer kleinen Weile. Ich war erstaunt über Gyps Hilfsbereitschaft. Er hatte sich nicht mehr über den Zustand von Pi ausgelassen, die sich nun doch wieder etwas erfangen hatte. Den kurzen Anflug auf die Mauer unter dem Dachvorsprung schaffte sie wieder und auch das Futter schien ihr zu schmecken. Trotzdem war ich besorgt, wie sollte die Reise gelingen unter diesen Vorzeichen. Ich hockte mich zu Pi und hörte…

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Von Zügen und Bahnhöfen

Von Zügen und Bahnhöfen

Reisen mit dem Zug bringen uns in die Langsamkeit zurück, die manche von uns schon lange verloren glaubten. In den Nächten vermischen sich Träume mit unbekannten  Geräuschen, manchmal singend und wiederkehrend, aber auch laut und hämmernd die keinen Schlaf ermöglichen. Abenteuer Eisenbahn von Paul Theroux macht Lust auf diese andere Art des Reisens. Inhalt: Inhalt und Reisegedanken Von Ulaanbaatar nach Irkutsk 2012 Auf der Transsib – von Irkutsk nach Chabarovsk mit dem Rossija 2 Mit dem Nachtzug Nummer 8 -von…

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Wie Pi zu ihren bleichen Federn kam

Wie Pi zu ihren bleichen Federn kam

Ich war zeitweise wie erschlagen, als ich von dem Herumirren hörte, das Pi hinter sich gebracht hatte. In einer Kiste war sie mitgereist, wußte nicht woher und wohin die Reisen gingen. Ihr Zuhause war hinter ihr geblieben, auf Nimmerwiedersehen, kahl und unwirtlich. Unbeschreibliches hatte sie erlebt und sich mit Kreaturen ausgetauscht am Wasser, zu Land, in Wüstenstrichen, in verlassener Zivilisation und ihr Lebensfeind war ständiger Begleiter. Gyps meinte, “ey, krass…”. Die kruden Berichte machten mich eigentlich nicht schlau und so…

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Email aus Südamerika

Email aus Südamerika

Noch in Zeiten der häufigeren Internetcafes reisten wir mit Bussen und Fähren, und ohne “Phone”, entlang der Küsten Chiles und Argentiniens. Per Email sandten wir Reiseeindrücke und weitere Lebenszeichen an unsere Töchter. Diese Mails flossen dann auch in diesen Bericht ein. An 32 Tagen von Santiago de Chile bis Puerto Williams, über den Beagle-Canal, nach Puerto Deseado, weiter nach Buenos Aires und Uruguay nicht zu vergessen. Zum Inhalt des Reiseberichtes Südamerika! Wir kommen! Weiter nach Puerto Williams Hinter dem Horizont…

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feinfädig

feinfädig

An Seile, an Schnürre gespannt,verwachsen mit biegsamen Stämmen,geknüpft,als dichte Matte zwischen die Gräser gewoben,Netze aus seidigem Garn gesponnen.Es wiegt sein ohnmächtig Leben,tropft glitzernd und blendend und schillernd,gezerrt,an Disteln gebunden das Netz aus Hauch.Durchkämmt und zerrissen.Der Wind war’s nur, vergessen ein Leben.

verlustig

verlustig

Kinderlachen,  das Gespräche übertönt.Im lauen Sommerwind die Blütenpollen, auch Menschen.Sumpfige Wiesen, übersät mit Butterblumen, kein Laut mehr,nur die Bienen summen und in der Ferne Klingenwetzen.    Mit dem Pflanzensetzen ist zu warten bis zum Frühling,nächstes Jahr.  Über Felder ziehen Schäfchenwolken,Honig tropft aus Kindermund und der Hofhund,der ist alt.    Kieselsteine liegen auf den Wegen,Gläubige erbitten Gottes Segen in dem Dorf,ohne Zeit. Großvater mit bärtigem Gesicht erzählt vom Sternenhimmel,vom Märchenprinz auf einem Schimmel,und die Erinnerung an Kindertageholt ihn ein.                                            http://www.weltenquerung.de/was-ich-noch-sagen-sollte/mathilde

zuletzt

zuletzt

Die Wortgefüge fielen auseinander, setzten sich in ungehöriger Weise zusammen, formten Gebilde. An den kleinsten Tropfen war die Sehnsucht gebunden, nicht mehr wiederzukehren. Dieser Wunsch, gesegnet, nicht übermächtig, aber doch vorhanden, kam immer wieder. Er kam in kürzeren Abständen, schien die Wachen in Sicherheit zu wiegen. Die Träume der endlosen Gänge, die aufgereihten Perlen, geknüpfte Schnüre mit Behältern, gebogen, nierenförmig, aus Stahl, aus Blechen, verrostet, umwickelt, beklebt, scharfkantig, gezähnt. Wesen aus Leben lagen darin, mazeriert, taubetropft, von einem Nebelvorhang gefallen,…

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Als Pi aus der Wolke fiel

Als Pi aus der Wolke fiel

Ich wollte doch nur weiter fliegen… Gyps saß träge am Rande des widerrechtlich besetzten Horstes in der Felswand und starrte ins Land. Es wurde wieder Zeit, die freien Tage waren zu Ende und die Arbeit rief. Er säuberte sein Gefieder von der letzten Mahlzeit, dehnte genußvoll seine Schwingen, streckte seine Beine und schüttelte die Halskrause zurecht. Ich hatte unten bei den Lehmhütten Quartier bezogen. Gyps segelte in den Innenhof und krächzte vor dem rahmenlosen Fenster, wo ich saß. Ich spielte…

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