Tage in Dresden

Tage in Dresden

… sondern am 2. Advent 2025. Ein Ziel war der bekannte Striezelmarkt und für mich das Grüne Gewölbe. Ein Treffen mit Albrechts Schwester, die aus Köthen für einen Tag anreiste, war ebenfalls geplant.

Unsere Anreise mit einem der grünen Busse, von München kommend, war entspannt. Eine Überprüfung der Fahrgäste in Marktredwitz erstaunte mich etwas. Die tschechische Grenze ist auch fußläufig zu erreichen, daher war, die für mich unverhoffte Paßkontrolle durch zwei Beamte, nachvollziehbar. In Chemnitz war es schon stockdunkel. Wunderschön, in vielen Farben, der leuchtende Turm an der Abfahrt als Highlight der Nacht. Die Esse Chemnitz, entworfen und umgesetzt von dem französischen Konzeptkünstler Daniel Buren, ist seit 2017 beleuchtet. Die Anfahrt auf Dresden, in meinen Augen, war ein stop-and-go übelster Art, auf grund von Baustellen und des massivem Autoverkehrs. Ich bewunderte die Fahrer, die hier unterwegs waren mit LKWs und Bussen, so wie unserer. Trotzdem erreichten wir Dresden, mit nur kanpp 15 Minuten Verspätung. Endhalt war unmittelbar in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Vom imposanten Bahnhofsgebäude in Dresden aus, waren es nur einige Minuten in die Prager Straße zu unserem Hotel. Die vier Sterne waren schon in die Jahre gekommen, aber wir fühlten uns wohl. Das Frühstück hatten wir nicht mitgebucht und wollten dies auch nicht nachträglich. Nebenan bei Schwerdtner bekamen wir zum Frühstück was wir wollten, zu einem guten Preis. Unterhaltung boten einige vorwitzige Sperlinge, die unter den Sitzen nach Krümeln suchten.

Der Striezelmarkt beschränkte sich nicht nurauf den historischen Platz, dem Altmarkt. Auf dem Weg dorthin, und später auf vielen anderen Plätzen, standen Buden mit weihnachtlichen Angeboten, aber auch solchen, die auf jeden beliebigen Jahrmarkt im Angebot sein könnten. Sogar der Platz vor der Frauenkirche war damit vollgestellt. Um den Begriff «Overtourism» zu benützen blieb auch mir nichts anderes übrig, als mich in die Menschenmenge allerorten einzufügen. Das Fotografieren war dadurch erschwert und ohne Menschen vor der Linse selten möglich.

Albrecht, seine Schwester, die wir am Samstag am Bahnhof abgeholt hatten, und ich ergatterten einen Tisch im Bistro&Cafe Solo, wo wir endlich bei Kaffee und Kuchen entspannen, und Neuigkeiten austauschen konnten. Der Besuch des Striezelmarktes lag hinter uns. Dazu im Anhang ein Bericht von Radio Dresden .

Das Cafe befindet sich im Kulturpalast. Das Wandbild, außen,»Der Weg der roten Fahne» wurde erst nach Widerständen auf der Fassade in der Schloßstraße belassen; (dazu später Links).

Immer wieder wurde die Erinnerung an vergangene Zeit wachgerufen. An eine Zeit, die doch noch nicht zur Vergangenheit zählt; so mein Eindruck. Ein Beispiel traf ich in der Prager Straße: Hans-Jürgen Westphal. Unermüdlich nahm er täglich seinen Demoplatz ein, um Passanten von seiner Ideologie zu überzeugen. Auch ich kam in’s Gespräch mit ihm. In seinem Redefluß war nur manchmal von mir ein Einwand erfolgreich. Schlußendlich erstand ich für 2€ eine dünne Brochüre mit, für mich, aufschlußreicher Darstellung seiner ideologischen Überzeugung.


Am zweiten Tag machten wir unterschiedliche Tagesprogramme. Albrecht wollte die Neustadt am anderen Elbeufer erkunden und ich das Grüne Gewölbe. Ab 10 Uhr konnte ich in der Residenz mein Ticket für den Besuch kaufen. Besucherströme wurden kontigentiert über sogenannte Slots. Ich kam mir vor wie am Flughafen, aber dieses Vorgehen hatte sehr gute Auswirkungen. In manchen der Säle waren dann nur einige wenige Besucher und natülich Security.

Kurz vor 12:15 fand ich mich vor der Schleuse ein und durfte passieren. Das Audiogerät war gut zu navigieren und ich tauchte visuell ein. Die unvorstellbare Pracht, die Dichte der Exponate, die künstlerischen und handwerklichen Meisterwerke machten mich fast demütig staunend. Wie war dies möglich gewesen? Filigrane Arbeiten in unvorstellbarer Kreativität waren entstanden. Gold, Silber, Bernstein, Edelsteine, und, und….Besuchen sie den Rundgang in drei der Räumlichkeiten www.skd.museum Für die restlichen Räumlichkeiten planen sie einen Besuch vor Ort; (Empfehlung).


Albrecht war vor mir von seiner Wanderung wieder im Hotel angekommen. Sein Weg hatte ihn über die Augustenbrücke, entlang des Elbufers geführt, wo er über die Albertbrücke wieder zurück in die Altstadt gelangt war. Einige Fotos hatte er mitgebracht…

Comments are closed.