Süßlich

Süßlich

                                            Nur, daß der Krieg nicht kommt
Betrunkene Jungs laufen unsere stille Straße entlang
Sie müssen zur Armee
Traurige Mädchen begleiten sie
verrückte Vorahnungen machen ihnen Sorgen - 
                                             Nur, daß der Krieg nicht kommt
Die Tränen an der Nasenspitze - ich muß an 1980 denken und an die Brana Cosic Straße
An den schwarzen Zug - als ob ich für immer mit ihm wegfahren würde
Weißt du was, die Meere sollen alles überfluten, die Gletscher sollen zerschmelzen,
der ewige Schnee soll auftauen,
na und, die Regenströme sollen nicht aufhören, die Donner sollen verrückt spielen
                                             Nur, daß der Krieg nicht kommt
Weißt du was, die Jahreszeiten sollen sich umdrehen, die Sterne sollen unruhig werden, die Berge sollen sich bewegen,
Na und, die Winde sollen durchdrehen, die Vulkane sollen aufwachen
                                             Nur, daß der Krieg nicht kommt
Der Heiligenschein des Traums, wie goldener Staub um die kleinen Köpfchen
Und deine unschuldige Liebe hütet sie wie eine Löwin
Schlechte Nachrichten beunruhigen dich -
                                             Nur, daß der Krieg nicht kommt
Kinderchor: Nur,daß der Krieg nicht kommt
Der Wahnsinn unter den Menschen
Die Großen bieten Irrtümer an und erschrecken uns mit allen möglichen Wundern
und sie machen jedes Märchen kaputt -
                                             Nur,daß der Krieg nicht kommt

Copyright: Übersetzung aus dem Serbischen von Alida Bremer, veröffentlicht von taz.die Tageszeitung https://taz.de/!1683282/ Vielen Dank für die Genehmigung des Nachdruckes.

Links zu https://www.eisbrenner.de und zu Djordje Balasevic https://de.wikipedia.org./wiki/dorde_Balasevic

Lied von Mikis Theodorakis mit dem Text von Giorgos Seferis https://www.radio-kreta.de/zum-geburtstag-von-giorgos-seferis. Die deutsche Übersetzung wurde entnommen aus https://www.stimmvolk.ch/sto-perigiali—arnisi

In einer versteckten Bucht                                                            
weiß wie eine Taube,                         
bekamen wir Durst,                           
doch das Wasser war salzig.

In den Sand so goldig-hell
haben wir ihren Namen geschrieben,
aber Meeres-winde wehten,
und ihr Name war weg (vom Winde verweht).
                   
Mit wieviel Herz und Atem (Geist),
mit wieviel Sehnsucht und Leidenschaft
haben wir unser Leben falsch gelebt!
....und wir haben es verändert (das Leben mußte anders werden).

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