Wie ich zu meinem Namen kam

Wie ich zu meinem Namen kam

Wo genau ich aus dem Ei schlüpfte ist, wie so vieles bei mir, unbekannt. Von meinem Käfig aus sah ich in endlose sandige Dünen. Die Zweibeiner nannten die Gegend  Nefud. Ich war keine Schönheit und mein Federkleid war dünn und schütter. Meine Flugfähigkeit konnte ich nicht testen und so vegetierte ich dahin und wartete, doch worauf? Ein mir zugetaner Vierbeiner wurde von den Zweibeinern Chico gerufen. Da dachte ich, das wäre doch auch ein Name für mich. Es würde niemanden auffallen, und so war es auch.

Mein Namensvetter Dackel CHICO

Meine Drahtkäfigaussicht

Kleine Zweibeiner

Als meine Zweibeiner mich verließen kam ich zu anderen Zweibeinern, mitsamt meiner Behausung. Freundlicherweise ließen diese, eines nachts,  mein Tor  in die Freiheit offen und so konnte ich meinem Gefängnis entkommen. Nun, mein Fliegen war eher ein Gehopse. Mir war klar, daß ich da einiges zu lernen hatte. Die neue Freiheit breitete sich vor mir aus und eine grüne Oase bot mir Nahrung und Unterschlupf.Meine Federn wurden dichter und ich versuchte allerlei riskante Flugmanöver in meiner grünen Unterkunft. Es klappte immer besser und ich machte mich auch schon in die Lüfte auf, um  in meiner näheren und weiteren Umgebung meine  Navigation zu perfektionieren. Bevor die kalten Winde aus dem Norden kamen, machte ich mich auf um in wärmere Gegenden zu gelangen.


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