Unterwegs ins Donaudelta

In Crisan, unserem ersten Halt, warteten schon Passagiere. Die vierstündige Fahrt verlief kurzweilig. Bugwellen von Frachtschiffen ließen so manchen Kaffeebecher überschwappen. Betroffen machte mich der Lebendtiertransporter, «Harmony Livestock» mit einer Menge Strohballen an Deck. Vermutlich waren Rinder an Bord, die in Richtung Schwarzes Meer unterwegs waren.


Als die Fähre in Tulcea anlegte, hielten wir uns zurück und warteten einige Zeit bis sich der Menschenknäuel entwirrt hatte. Mit beiden Händen schob ich meinen Koffer die steile Gangway hinauf ohne zu stolpern. Wir waren wieder zurück in Tulcea. Um zwölf Uhr «trotteten» wir, das heißt vorwiegend ich, im Hotel ein und erhielten dasselbe Zimmer, wie bei unserer ersten Buchung; ja, und das Zimmer war schon beziehbar.

Das Frühstück am nächsten Tag ließ keine Wünsche offen. Wir starteten auf unterschiedliche Weise in den Tag. Albrecht machte sich auf, um einen «Berg» zu erwandern und ich?, ich machte Pause…; (links: Bilder im Frühstücksraum).



...und später am Tag: Meine Neugierde auf Unbekanntes zog mich einige Straßen hinter unserem Hotel hoch. Nebenstraßen waren ziemlich holprig und teilweise wohl verlassene Baustellen. Albrecht an meiner Seite meckerte nicht sondern folgte meinen Schritten. Einige Bilder von diesem Stadt-gang, den Worteil >spazier< habe ich bewußt weggelassen.







Am letzten Tag spazierten wir noch um einen größeren See in der Nähe des Bahnhofs. Freizeitanlagen für Badegäste, Kanutenvereine und Spielstätten für Kinder waren rundum angelegt. Schatten spendende Baumgruppen mit Sitzgruppen luden zu Pausen ein. Auch ein schön gestalteter Garten mit unterschiedlichen Rosen und anderen Pflanzen verströmte einen unwiderstehlichen Duft. Anschließend führte unser Weg an die Promenade. Dort erstanden wir noch kleine, handwerklich gefertigte Schüsseln bei einem ungarnstämmigen Rumänen. Er konnte etwas deutsch und erzählte von seiner Zeit in Hamburg als LKW-Fahrer. Das Kofferpacken wartete auf mich. Am nächsten Tag, Sonntag 6. September, sollte es zurück nach Bukarest gehen. Der Airportshuttle-Bus war gebucht…

Um 10 Uhr starteten wir in einem komfortablen Kleinbus der Firma Kirvad. Ich wunderte mich, da die Strecke anfangs in leicht bergiges Gelände führte. So machten wir auf dieser Fahrt mit dem Macin-Gebirge Bekanntschaft. Unterwegs hielten wir an einigen Orten, später auch an kleinen Städten an und nahmen Passagiere mit. Langsam senkte sich die Landschaft hin zur Donau. Zwischen Harsova und Giurgeni überquerten wir auf der Vadu-oii-Brücke die Donau. Sie bildet hier auch die Grenze zwischen den Kreisen Constanta, den wir verließen, und Ialomita.


