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Kategorie: Mathilde und andere Erzählungen

Lebenswelten in Fragmenten und “Namenloses” in freier Formensprache

verletzt

verletzt

Glasfassaden,Menschen, die einander meiden, um sich selbst nicht zu sehen. Grau,ohne Blick auf das Meer. Nur der Regen bringt Kaskadenfür verletzte Seelen.Auf grünen QuadratenBäume mit staubigem Laub, irgendwo,der Himmel über Häuserschluchten.

Genug

Genug

Genug, sagt das Seelchen, laß los, nein, winselt der Widerpart, ….doch, habe Jubelfeiern geschwänzt, mich getrollt, in enge Winkel verzogen, genagt am Lebenszelt, genug ist’s. Das Stilett liegt bereit, den ersten Stich setzen… Erwache, eine Wespe ist’s nur.

mutlos

mutlos

Was bin ich, ein Sandkorn am Strand, möcht’ mich erheben, vom Winde getragen und fallen, wohin? Sag’s mir doch, sprich. Doch keinen Widerhall findet die Stimme. Mäntelkrägen verbergen Gesichter, lassen die leeren Augen nicht sehen. Komm’ doch mit mir,- wer ruft mir zu, – du? Ein einziges Wort, gesprochen, flüchtig nur hingehaucht mit matten Lippen und knirschenden Zähnen: Angst. Ich bleibe.

feinfädig

feinfädig

An Seile, an Schnürre gespannt,verwachsen mit biegsamen Stämmen,geknüpft,als dichte Matte zwischen die Gräser gewoben,Netze aus seidigem Garn gesponnen.Es wiegt sein ohnmächtig Leben,tropft glitzernd und blendend und schillernd,gezerrt,an Disteln gebunden das Netz aus Hauch.Durchkämmt und zerrissen.Der Wind wars nur, vergessen ein Leben. http://www.weltenquerung.de/mathilde/findelschwester https://www.weltenquerung.de/mathilde/kein-zurueck/

verlustig

verlustig

Kinderlachen,  das Gespräche übertönt.Im lauen Sommerwind die Blütenpollen, auch Menschen.Sumpfige Wiesen, übersät mit Butterblumen, kein Laut mehr,nur die Bienen summen und in der Ferne Klingenwetzen.    Mit dem Pflanzensetzen ist zu warten bis zum Frühling,nächstes Jahr.  Über Felder ziehen Schäfchenwolken,Honig tropft aus Kindermund und der Hofhund,der ist alt.    Kieselsteine liegen auf den Wegen,Gläubige erbitten Gottes Segen in dem Dorf,ohne Zeit. Großvater mit bärtigem Gesicht erzählt vom Sternenhimmel,vom Märchenprinz auf einem Schimmel,und die Erinnerung an Kindertageholt ihn ein.                                            http://www.weltenquerung.de/was-ich-noch-sagen-sollte/mathildehttp://www.weltenquerung.de/mathilde